Einführung einer Individualbesteuerung als Schweizer Meilenstein
Die heute an der Urne beschlossene Einführung einer Individualbesteuerung ist ein wichtiger Schritt zur noch besseren Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials.
Die heute an der Urne beschlossene Einführung einer Individualbesteuerung ist ein wichtiger Schritt zur noch besseren Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials.
Der Nationalrat hat sich in der ersten Woche der Frühjahrssession mit dem Entlastungspaket 2027 für den Bundeshaushalt befasst. Er teilt die Haltung des Ständerates, dass sich der Fokus vor allem auf die Ausgabenseite richten muss. Die höhere Besteuerung von Kapitalbezügen aus der beruflichen und privaten Vorsorge lehnt er ab. Aus Sicht der Arbeitgeber ist dieser Entscheid zu begrüssen. Auch die Entscheide zur Berufsbildung gehen in die richtige Richtung.
Sowohl der Ständerat als auch der Nationalrat wollen bessere Rahmenbedingungen für die freiwillige Weiterarbeit im Pensionsalter schaffen. Der Ständerat will die Massnahmen wie höhere Rentenzuschläge bei Rentenaufschub sowie eine Beibehaltung oder Erhöhung des Kürzungssatzes beim Rentenvorbezug im Rahmen der nächsten AHV-Reform umsetzen. Aus Sicht der Arbeitgeber ist eine von der Reform unabhängige Umsetzung, wie sie der Nationalrat vorschlägt, allerdings zielführender.
Die Schweiz steuert mittelfristig auf einen strukturellen Arbeitskräftemangel zu. Während die Bevölkerung altert, bremst das heutige Steuersystem ausgerechnet dort, wo mehr Arbeit dringend notwendig wäre. Die Individualbesteuerung setzt genau an diesem Fehlanreiz an.
Höhere Mehrwertsteuer und mehr Lohnbeiträge: So soll gemäss der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) die 13. AHV-Rente finanziert werden. Aus Sicht der Arbeitgeber ist dieser Entscheid unverantwortlich: Er verteuert die Arbeit in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und verschleiert den dringenden Reformbedarf des Sozialwerkes. Zudem werden ausgerechnet jene Personengruppen am stärksten belastet, die sich an der Urne gegen die 13. AHV-Rente ausgesprochen haben.
Eine mögliche Energiemangellage im Winter führt bei den Mitgliedern des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) teilweise zu Verunsicherung. Zwar haben sich die meisten Unternehmen schon mit dem Szenario einer Energieknappheit befasst, aber in der Umsetzung gibt es zahlreiche offene Punkte. Der SAV hat nachgefragt beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), beim Bundesamt für Energie (BFE) und beim Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL).
In diesem Jahr findet die dritte Ausgabe der nationalen Berufsmeisterschaften, SwissSkills, in Bern statt. Dabei werden rund 150 Berufe präsentiert und Tausende Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Interessierte aus der ganzen Schweiz werden erwartet. OK-Präsident Daniel Arn erklärt, weshalb es diesen Grossanlass dringend braucht.
Sollen Schulnoten abgeschafft werden oder sind sie unverzichtbar? Dies ist ein heiss diskutiertes Thema, sei es am Familientisch oder unter den Spezialisten der Bildungspolitik. Doch die Diskussion dreht sich um die falschen Fragen.
Mütter sind wegen ungenügender Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen stark unterdurchschnittlich im Arbeitsmarkt aktiv. Der Schweizerische Arbeitgeberverband fordert deshalb Verbesserungen und nimmt dabei neben den Arbeitgebern und den Familien auch den Staat in die Pflicht.
Die heute an der Urne beschlossene Einführung einer Individualbesteuerung ist ein wichtiger Schritt zur noch besseren Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials.
In der Debatte um milliardenschwere Mehrausgaben werden vermehrt höhere Lohnbeiträge als Finanzierungslösung ins Spiel gebracht. Eine neue Studie von BSS Volkswirtschaftliche Beratung in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Marius Brülhart warnt vor diesem Weg: Lohnabgaben belasten die Erwerbsarbeit einseitig, schwächen die internationale Standortattraktivität und verschärfen Verteilungskonflikte zwischen den Generationen. Nicht minder problematisch ist, dass höhere Abgaben falsche Anreize für Frauen und ältere Arbeitnehmende setzen.
Eine Vorlage der WBK-N will die familienergänzende Kinderbetreuung in der Schweiz aufwerten. Die Arbeitgeber begrüssen, dass etwas gegen die aktuellen Missstände gemacht wird, stellen hinter die finanzielle Dimension der Vorlage aber ein Fragezeichen.
Die Digitalisierung und die Pandemie haben neue Arbeitsrealitäten geschaffen. Man müsse sich bewusst sein, dass das aktuell geltende Arbeitsgesetz diesen Realitäten zum Teil nicht mehr gerecht werden kann, erläutert Daniella Lützelschwab gegenüber dem ti&m-Magazin.